Man i marinblå kostym på ett sommarbröllop

Herrenanzug für die Hochzeit – Dresscodes, Farbe und Passform

In der Einladung steht „Sakko“ oder vielleicht „Dunkler Anzug“, und plötzlich lautet die Frage nicht mehr, welche Krawatte du tragen sollst, sondern was diese Begriffe tatsächlich bedeuten. Ein Herrenanzug für eine Hochzeit hat weniger damit zu tun, das teuerste Kleidungsstück zu besitzen, als damit, den Dresscode richtig zu verstehen – Farbe, Anzahl der Teile und Passform entscheiden darüber, ob du passend gekleidet bist, lange bevor jemand das Markenlabel im Futter sieht.

In diesem Ratgeber erklären wir, was Sakko und dunkler Anzug in der Praxis bedeuten, worin sich ein Zweiteiler und ein Dreiteiler unterscheiden, welche Farben zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten passen, wie du die richtige Passform findest und womit du den Anzug ergänzen kannst.

Inhalt

Die Dresscodes – was sie für dich als Mann bedeuten

Drei Dresscodes decken fast alle schwedischen Hochzeiten ab und unterscheiden sich weniger, als man denkt.

Sakko ist der legerste der drei Dresscodes, bedeutet aber weiterhin einen kompletten Anzug – nicht ein Sakko zu Jeans. Bei Farbe und Material hast du mehr Freiheit: Hellgrau, Beige oder Leinen eignen sich im Sommer hervorragend. Krawatte oder Fliege sind üblich, bei einer Hochzeit am Tag aber nicht unbedingt erforderlich.

„Dunkler Anzug“ ist eine Stufe eleganter. Hier ist die Farbe vorgegeben – dunkelblau, dunkelgrau oder schwarz – dazu trägt man ein weißes Hemd und Krawatte oder Fliege. Das ist der häufigste Dresscode bei schwedischen Hochzeiten, die am Nachmittag beginnen.

Smoking kommt bei Abendhochzeiten vor und folgt ganz eigenen Regeln: schwarzer Smoking mit Seidenrevers, weißes Hemd und schwarze Fliege. Steht Smoking in der Einladung, ist das keine Empfehlung.

Ein häufiges Missverständnis ist, dass ein Sakko legerer ist, als es tatsächlich der Fall ist. Bei einer Hochzeit wird der Dresscode Sakko in der Praxis fast wie „Dunkler Anzug“ verstanden – der Unterschied besteht darin, dass du hellere Farben wählen darfst, nicht darin, dass du dich weniger festlich kleiden kannst. Femina erläutert dieselbe Abgrenzung in ihrem Ratgeber dazu, was Sakko, dunkler Anzug und sommerlich-elegante Kleidung bei einer Hochzeit bedeuten.

Farbe: dunkelblau, grau oder schwarz?

Dunkelblau ist die sicherste Wahl und die richtige, wenn du nur einen Anzug besitzen möchtest. Er passt zu allen drei Dresscodes, steht den meisten Hauttönen und sieht teurer aus, als er ist, weil Dunkelblau die Struktur des Stoffes besser zur Geltung bringt als Schwarz.

Dunkelgrau ist fast ebenso sicher und wirkt etwas weicher. Ein schwarzer Anzug ist beim Dresscode „Dunkler Anzug“ formal korrekt, wird in Schweden aber oft als Trauerkleidung wahrgenommen – wähle ihn nur, wenn in der Einladung ausdrücklich Schwarz angegeben ist oder die Hochzeit abends stattfindet.

Dresscode Anzug zur Auswahl Beachte
Sakko, Sommerhochzeit am Tag Hellgrauer, beiger oder Leinenanzug Krawatte optional; zum Sakko keine Jeans
Sakko, Herbsthochzeit am Tag Dunkelblaue oder mittelgraue Wolle Bei kühlem Wetter gern mit Weste
Dunkler Anzug Dunkelblau, dunkelgrau oder schwarz Weißes Hemd und Krawatte oder Fliege sind Standard
Smoking Schwarzer Smoking mit Seidenrevers Schwarze Fliege, niemals eine normale Krawatte
Unsicher bezüglich des Dresscodes Dunkelblauer Zweiteiler Passt überall – mit Krawatte und Schuhen abstimmen
Drei zusammengefaltete Sakkos in Marineblau, Anthrazit und beigem Leinen

Zweiteiliger oder dreiteiliger Anzug?

Ein zweiteiliger Anzug – Sakko und Hose – ist der Standard und passt zu so gut wie jeder Hochzeit. Er ist luftiger, lässt sich später vielseitiger tragen und sitzt besser, wenn du das Sakko beim Abendessen ausziehen wirst.

Ein dreiteiliger Anzug ergänzt den Anzug um eine Weste aus demselben Stoff. Der Vorteil: Du siehst auch dann noch angezogen aus, wenn du das Sakko ausziehst – genau darum geht es bei einer langen Hochzeit mit Tanz. Außerdem hebt er die Formalität eine Stufe an, ohne dass du die Kleiderordnung wechseln musst, und ist besonders praktisch bei Herbst- und Winterhochzeiten, wenn die zusätzliche Schicht tatsächlich wärmt.

Der Nachteil ist die Wärme. Bei einer Sommerhochzeit im Freien im Juli ist eine Weste vor allem eine Last. Die Regel ist einfach: Weste im Herbst und Winter, zweiteiliger Anzug im Sommer – und wenn du unsicher bist, wähle den zweiteiligen Anzug und investiere das Geld lieber in die Passform.

Die Passform entscheidet alles

Ein Anzug für 800 Kronen, der richtig sitzt, sieht besser aus als einer für 8.000, der nicht richtig sitzt. Vier Dinge, die du vor dem Spiegel prüfen solltest:

  • Die Schultern. Die Schulternaht des Sakkos sollte dort enden, wo deine eigene Schulter endet. Liegt sie darüber hinaus, ist das Sakko zu groß – und das ist das Einzige, was sich nicht ändern lässt.
  • Die Ärmellänge. Etwa ein Zentimeter der Hemdmanschette sollte unter dem Sakkoärmel hervorschauen.
  • Die Sakko-Länge. Das Sakko sollte das Gesäß bedecken und ungefähr dort enden, wo sich die Finger krümmen, wenn die Arme gerade herunterhängen.
  • Das Hosenbein. Ein leichter Knick über dem Schuh reicht – Stoff, der Falten wirft, sieht nachlässig aus.

Slim Fit passt den meisten normal gebauten Männern; hast du breitere Schultern oder kräftigere Oberschenkel, ist ein moderner Regular Fit bequemer und sieht gepflegter aus. Kaufe nach Schulter- und Brustweite – die Taille und die Hosenlänge kann ein Schneider günstig ändern, und diese Anpassung ist ihr Geld fast immer wert.

Hemd, Krawatte und Schuhe

Mit einem weißen Hemd liegst du immer richtig; zum dunklen Anzug ist es Pflicht. Hellblau passt hervorragend zum Sakko und schmeichelt blasser Haut mehr. Achte darauf, dass der Kragen so sitzt, dass ein Finger dazwischenpasst – ein zu enger Kragen fällt auf jedem Foto auf. Es gibt viele Herrenhemden, die unter dem Anzug genauso gut funktionieren wie im Büro.

Die Krawatte sollte auf Höhe der Gürtelschnalle enden, weder darüber noch darunter. Ihr Muster sollte dezenter sein als das des Hemds. Zu einem dunklen Anzug trägt man schwarze Oxfords; zu einem Sakko in helleren Farben passen dunkelbraune ebenso gut, und der Gürtel sollte immer die Farbe der Schuhe haben. Schau dir gern die Herrenschuhe an, bevor du dich für eine Anzugfarbe entscheidest – es ist einfacher, den Anzug auf die Schuhe abzustimmen als umgekehrt.

Metro Mode bietet einen Überblick über Dresscodes für Hochzeiten für Damen und Herren, falls du die Kleidung deines Partners damit vergleichen möchtest.

Mann in dreiteiligem anthrazitgrauem Anzug mit Weste

Sommerhochzeit und Herbsthochzeit

Bei einer Sommerhochzeit ist das Material wichtiger als die Farbe. Leinen und leichte Wolle sind atmungsaktiv, während ein dicker Anzug in praller Sonne nach einer Stunde unerträglich wird. Ein Sakko aus Leinen knittert – das gehört dazu und passt zum Anlass.

Bei einer Hochzeit im Herbst kannst du zu schwereren Stoffen und dunkleren Farben greifen. Hier kommt der dreiteilige Anzug voll zur Geltung. Wolle in etwas gröberer Qualität hält dich bei einer Trauung im Freien warm, und mit einer Weste kommst du beim Empfang auf dem Kiesweg ohne Mantel aus. Wenn du einen Mantel über dem Anzug tragen möchtest, bleib bei Dunkelblau, Grau oder Camel – siehe Herrenmäntel. Unser Ratgeber zum Kleid für eine Hochzeit im Herbst behandelt dieselben Wetterfragen aus der anderen Perspektive.

Unsere aktuellen Favoriten

Drei Anzüge für die gängigsten Dresscodes:

Für die Herrengarderobe gilt dasselbe, mit einem Unterschied: Während ein Damenmantel oft nach der Silhouette ausgewählt wird, kommt es beim Herrenmantel auf die Länge an. Knielang ist am praktischsten – der Mantel bedeckt ein Sakko, sieht zu Jeans stimmig aus und lässt sich gut im Sitzen tragen. Wadenlang ist die formelle Wahl, und ein kurzes Modell eignet sich weniger gut über einem Anzug. Achte eher auf den Wollanteil als auf die Bezeichnung „Wolle“ und prüfe vor der Größe die Schulternaht: Die Schulter ist das Einzige an einem Mantel, das sich nachträglich nicht ändern lässt. Modelle, Materialien, Passform und Farben findest du unter Herrenmantel.

Ein Herrenmantel wird nach drei Maßen beurteilt, und sonst nichts: Die Schulternaht sollte genau dort enden, wo die Schulter endet, der Ärmel sollte am Handgelenkknochen abschließen, sodass ein Zentimeter Hemdmanschette sichtbar ist, und der Mantel sollte mindestens eine Handbreit länger als das Sakko sein – sonst schaut das Sakko unter dem Mantel hervor und die ganze Silhouette wirkt unterbrochen. Zum Anzug wählst du ein gerades, einreihiges Modell aus Wolle, das übers Knie reicht; zu Jeans und Strick passt ein kürzerer, zweireihiger Mantel besser, da er offen getragen werden kann. Ein Wollanteil von über 70 Prozent entscheidet darüber, ob der Mantel nach einem Winter seine Form behält, nicht der Preis. Passform, Längen und Materialien erklären wir in unserem Ratgeber Herrenmantel.

Häufige Fragen

Was bedeutet der Dresscode Sakko für Herren?

Ein kompletter Anzug, aber mit freierer Wahl von Farbe und Material als beim dunklen Anzug. Hellgrau, Beige oder Leinen passen im Sommer. Krawatte oder Fliege sind üblich, aber nicht zwingend. Ein Sakko zu Jeans gilt nicht als Dresscode Sakko.

Was ist der Unterschied zwischen Sakko und dunklem Anzug?

Ein dunkler Anzug ist eine Stufe eleganter und die Farbe ist auf Dunkelblau, Dunkelgrau oder Schwarz mit weißem Hemd und Krawatte oder Fliege beschränkt. Zum Sakko passen auch hellere Farben und andere Materialien. Bei Hochzeiten werden die beiden Dresscodes in der Praxis ziemlich ähnlich ausgelegt.

Kann man bei einer Hochzeit einen schwarzen Anzug tragen?

Ja, formell ist das bei einem dunklen Anzug korrekt, aber in Schweden wird Schwarz oft als Trauerkleidung aufgefasst. Dunkelblau ist eine sicherere und schmeichelhaftere Wahl, wenn die Einladung nichts anderes vorgibt.

Braucht man bei einer Hochzeit einen Dreiteiler?

Nein, ein Zweiteiler ist Standard und immer passend. Eine Weste macht das Outfit formeller und ist praktisch bei Herbst- und Winterhochzeiten, bei denen du während des Abendessens das Sakko ausziehst – bei einer warmen Sommerhochzeit ist sie jedoch eher hinderlich.

Welche Hemdfarbe passt zum Hochzeitsanzug?

Weiß ist immer passend und bei einem dunklen Anzug Pflicht. Hellblau passt hervorragend zum Sakko. Wähle ein einfarbiges Hemd – Muster konkurrieren mit der Krawatte und sehen auf Fotos ungünstig aus.

Woran erkenne ich, dass der Anzug richtig sitzt?

Prüfe zuerst die Schulter: Die Schulternaht des Sakkos sollte dort enden, wo auch deine Schulter endet, und das lässt sich nicht ändern. Etwa ein Zentimeter des Hemdärmels sollte unter dem Sakkoärmel hervorschauen, und die Hose sollte leicht auf dem Schuh aufliegen.

Zusammenfassung

Ein Sakko und ein dunkler Anzug bedeuten beide einen kompletten Anzug – der Unterschied: Beim dunklen Anzug ist die Farbe auf Dunkelblau, Dunkelgrau oder Schwarz mit weißem Hemd beschränkt. Ein dunkelblauer Zweiteiler ist die Wahl, die zu den meisten Hochzeiten passt. Ein Dreiteiler ergänzt eine Weste, die sich bei Herbst- und Winterhochzeiten lohnt, und Leinen ist die Antwort auf sommerliche Hitze. Am wichtigsten ist die Passform: Kaufe nach Schulter- und Brustumfang und lass die Taille enger nähen und die Hosenbeine kürzen.

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